Auf Augenhöhe mit Kindern

Von Karen Feder, Doktoranden der kinderfokussierten Gestaltung von Spielen, Designschule Kolding

Sich selbst in das Leben der Kinder einladen

Ein erfolgreiches Spielprodukt hat seinen Ursprung in der Motivation, der Neugier, dem Staunen und der Leidenschaft von Kindern. Ein auf Kinder fokus- sierter Zugang zur Gestaltung von Spielprodukten kann dazu beitragen, tatsächlich für die Zielgruppe zu gestalten, die das Spiel schließlich schaffen und erleben soll, nämlich die Kinder. Deshalb ist es wichtig, dass eine auf Kinder fokussierte Perspektive eingenommen wird, bevor mit der eigentlichen Produktentwicklung begonnen wird. Hier geht es nicht nur darum, Kinder in den Gestaltungsprozess einzuladen, sondern sich selbst als Erwachsener in das Leben der Kinder einzuladen.

“Kinder in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben, gibt eine grundlegende Einsicht darin, was für sie wichtig ist, womit sie sich beschäftigen und wie ihr Alltag aussieht – durch ihre Augen gesehen.”
– Karen Feder

Kinder sind Experten darin, Kinder zu sein

Kinder sind Experten – Experten darin, Kinder zu sein, und durch sie ist es möglich, sich darin hineinzu- versetzen, wie es ist, ein Kind zu sein, und was Kinder dazu motiviert, zu spielen und die Welt zu erforschen. Dadurch, dass wir ein Teil von ihrem Leben und demütig und neugierig demgegenüber sind, warum sie etwas tun, wie sie es tun, und wie sie mit der Welt interagieren, die sie umgibt, haben wir einen direkten Einblick in die Welt, für die wir gestalten sollen. So beruht unsere Gestaltung von Spielprodukten nicht auf eigenen Vermutungen und Annahmen über Kin- der und deren Alltag, sondern auf richtigen Kindern und der Welt, von der sie ein Teil sind.

Lasse Kinder ein Teil der Entwicklung sein

Gute Spielerlebnisse haben ihren Ursprung in dem neugierigen, untersuchenden und kreativen Zugang von Kindern zu ihrer Umwelt. Dieser Zugang ist wichtig für einen auf Kinder fokussierten Gestaltungsprozess. Kinder sind von Natur aus kreativ und sind in ihrem Denken nicht eingeschränkt wie Erwachsene. Dadurch, dass die Kinder ein Teil des Entwicklungsprozesses sind, bekommen wir das Input, die Inspiration und die Ideen, die wir nicht selbst hätten schaffen können. So können wir Antworten auf Fragen bekommen, von denen wir nicht wussten, dass sie gestellt werden müs- sen – und dies kann das wertvollste und innovativste Wissen in einem Entwicklungsprozess sein.

Das Produkt im Prozess qualifizieren

Eine andere oft angewandte Methode, um Kinder mit einzubeziehen, ist sie die Produkte am Ende des Entwicklungsprozesses ausprobieren zu lassen. Das kann einen wichtigen Hinweis darauf geben, inwie- weit das Spielprodukt wie beabsichtigt funktioniert. Wenn man aber bis ganz zum Schluss damit wartet, die Kinder einzubeziehen, riskiert man, einen Proto- typen zu haben, der nach langer Arbeit und vielen verbrauchten Ressourcen nicht den Erwartungen entspricht. Dieses Risiko kann verringert werden, indem Kinder während des gesamten Prozesses einbezogen werden, wobei das Produkt im Lauf desProzesses qualifiziert und das Design somit laufendverändert und angepasst werden kann.

Der Fokus auf Kindern schafft einen Wert für alle

Ein auf Kinder fokussierter Zugang trägt nicht nur dazu bei sicherzustellen, das bestmögliche Produkt zu bekommen, sondern auch, das bestmögliche Spiel- erlebnis zu erreichen. Ein Spielprodukt führt nur zum Spiel, wenn damit gespielt wird – und deshalb ist es so wichtig sicherzustellen, dass es für die Kinder relevant und interessant ist. Es soll ihre natürliche Neu- gier, ihren Forscherdrang und ihre Gestaltungskraft anregen, damit sie in ihrer Entwicklung gestärkt und gestützt werden. Den Fokus auf die Kinder zu legen, schafft einen Wert für Entwickler, Käufer, Benutzer und für die Welt, in der unsere Kinder aufwachsen und von der sie in der Zukunft ein Teil sein werden.

 


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Karen Feder
Doktoranden der kinderfokus- sierten Gestaltung von Spielen
Designschule Kolding

Karen Feder hat einen Hintergrund als Observationspäd- agogin und Interaktionsdesignerin und arbeitet seit vielen Jahren mit Kindern, Spiel und Design.

Karen hat den strategischen Fokus auf Spiel und Design an der Designschule Kolding entwickelt. Er beruht auf eingehenden Untersuchungen von Spielunternehmen, Entwicklungsprojek-ten in öffentlichen Organisationen und einer starken Zusam- menarbeit mit Experten, Meinungsbildnern und Benutzern.

Karen arbeitet jetzt am Forschungsprojekt „KinderfokussierteGestaltung von Spielen“, in dessen Rahmen untersucht wird, wie ein auf Kinder fokussierterer Zugang zum Gestaltungs- prozess die Entwicklung von Spielerlebnissen für Kinderbeeinflusst.

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